Genuss aus dem Fichtelgebirge: Erlebnismetzgerei Reichel

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Am Alexbad vorbei und dann rechts, da ist sie, fast schon unscheinbar in der Häuserzeile, und doch über die ganze Region bekannt. Die Erlebnismetzgerei Reichel, wo Tradition und Innovation Hand in Hand gehen. Gemütlich-rustikal eingerichtet, mit großem Brotzeitstüberl, wo Einheimische und Touristen die Spezialitäten genießen können, die Klaus Reichel und sein Team hinter dem Verkaufsraum zubereiten. Das Fichtelgebirge? Das sei Heimat, sagt Klaus, er könne sich nicht vorstellen, jemals woanders zu leben.

Erlebnismetgerei Reichel: Inhaber Klaus präsentiert stolz seine Produkte

Echtes Handwerk, pur und außergewöhnlich

Seit 1980 gibt es die Metzgerei in Bad Alexandersbad. Die Eltern von Klaus haben mitten im Berlin-Boom genau den richtigen Riecher gehabt und für die vielen Touristen eine Metzgerei mit Gaststube eröffnet. Obwohl Klaus eigentlich „ein wilder Vogel“ ist und auf die Walz gehen wollte, kam alles anders. Aus familiären Gründen musste er die Metzgerei übernehmen. Und so blieb ihm nur eines: seine kreativen Ideen im Betrieb umzusetzen. Das gelang ihm so gut, dass die Erlebnismetzgerei Reichel nun weit übers Fichtelgebirge bekannt ist. Zum Beispiel für den Sechsämterschinken, der in den echten Sechsämterkräutern eingelegt wird, oder den Königin-Luise-Schinken, mit Rotwein und Vanillezucker. Spezielle Bratwürste gehören da natürlich auch dazu. Das Besondere an allen Spezialitäten: Alle sind echtes Handwerk, mit Herz und Leidenschaft hergestellt, dafür ganz ohne Konservierungsstoffe.

Erlebnismetzgerei Bad Alexandersbad: Klaus Reichel bei der Arbeit

Echte Highlights aus der Erlebnismetzgerei: Genuss im Glas

Klaus ist Genussbotschafter der Genussregion Oberfranken und Medaillengewinner – hier vor allem für die weiteren Produkte aus seinem Sortiment: das Essen im Glas. Eine ganze Kühlschrank-Wand steht in der Metzgerei, und darin Gläser mit allerlei Gerichten, vom klassischen Schweinebraten über Spaghetti Bolognese und Gemüsesuppe bis Kaiserschmarrn. Auch hier gilt dasselbe: Klaus verwendet ausschließlich frische Zutaten, echte Gewürze und keinerlei Konservierungsstoffe. Das wissen seine Kunden zu schätzen. Es wird schon mal ein Großeinkauf gemacht, der dann dem studierenden Kind mit nach Berlin gegeben wird. Die Älteren decken sich mit einem Wochenvorrat ein, weil die Gläser gut portionierbar sind, so dass man mit dem Essen aufs Kochen verzichten und doch richtig lecker schlemmen kann.

Genuss im Glas: gefüllter Kühlschrank der Erlebnismetzgerei Reichel

Potenzial im Fichtelgebirge

„Wir haben hier so viele tolle Dinge rund um das Thema Essen und Genuss“, sagt Klaus. „Honig, Schnaps, die Chilisoßen vom Benze, sogar Eis und noch viel mehr, alles richtig gut.“ Das Potenzial, die Fahnen der Genussregion noch weiter hoch zu halten, wäre da. Doch leider fehlt Klaus noch am Willen der Kollegen, außergewöhnliche Formate auszuprobieren, die er sich immer wieder ausdenkt, ob Genusswanderungen oder Bratwurstgipfel. 

„Wir wachen zwar auf, aber langsam. Die Vernetzung muss besser funktionieren.“ Klaus steckt nämlich voller Ideen. „Meine Freundin hat schon Angst davor, was in meinem Kopf so vorgeht“ –, wird aber oft ausgebremst. „Der Fichtelgebirgler ist brummelig und ein bisschen voreingenommen“, sagt er. Ist aber gleichzeitig auch zuversichtlich, dass sich das ändert, vor allem mit der jüngeren Generation. 

„Was Essen und Trinken angeht, leben wir hier doch im Paradies. Das müssen wir nach außen kommunizieren.“ Denn klar ist auch: Viele Betriebe haben Probleme mit der Nachfolge, so dass man auch im Fichtelgebirge auf „Zugereiste“ angewiesen sein wird, die den einen oder anderen Betrieb übernimmt.

Adresse der Erlebnismetzgerei Reichel im Fichtelgebirge

Kein Grund zum Verstecken

„Klar gibt’s hier bei uns viel nachzuholen, doch es ist schon viel passiert“, sagt Klaus. „Und wir haben so viel, worauf wir stolz sein können.“ Ob das die Natur ist mit der Kösseine, dem Weißenstädter See oder den vielen Wäldern und Gipfeln, das moderne Bad in Alexandersbad oder auch das Automobilmuseum in Fichtelberg. All das und noch viel mehr sollte in Klaus‘ Augen genügend Gründe bieten, hier zu leben. „Ich wünsche mir, dass Freiraum für Macher die richtigen Leute ins Fichtelgebirge zieht, die wissen, was sie an der Region haben, und richtig anpacken.“ Dem gibt’s wohl nichts hinzuzufügen.

Klaus Reichel sitzt auf der Bank vor seiner Metzgerei.

Macher-Stories – Erfolgsgeschichten aus der Region